Nein, das ist keine digitale Animation der Erde, wie sie im Weltraum schwebt und von der Sonne allseitig beleuchtet wird. Das ist ein Zeitraffer-Video, das aus den Fotografien eines russischen Wettersatteliten erstellt wurde. 6 Tage, alle 30 Minuten ein Bild. Das Besondere für die Technikinteressierten: Ein Bild hat eine Auflösung von 121 MP. Das entspricht einem Kilometer pro Pixel. Und neben den RGB Kanälen wurde auch der Infrarot Kanal aufgenommen. Die vom Infrarot orange gefärbten Gebiete sind die vegetativen Zonen.

Zweigesichter

Jung von Matt, holler, hat abgeräumt mit dieser Werbeidee. Unter anderem Bronze in Print beim CLIO. Als ich sie sah, musste ich mich erst mal darin verlieren. Hier wird für den neuen Totewinkel Assistenten bei Mercedes geworben.

In dieser Idee wird auf die Verschmutzung der Meere durch illegal entsorgtes Öl durch Schiffe aufmerksam gemacht. „Bullets“ ist eine Kampagne für Oceana.

Vogelgesang

Ich habe eine Internetseite gefunden, wo ich Langzeittonaufnahmen von realen Athmosphären hören und runterladen kann. Das Material wird von ambitionierten Klangfängern aufgenommen und zur Verfügung gestellt. Mein Interesse galt unter anderem den ausgedehnten atmosphärischen Aufzeichnungen. Hochwertiges Aufnahmeequippment wird z.B. in die Natur gestellt und nimmt bis zu 1:30 h die Geräusche der Umgebung auf. Vogelgesang. Im Hintergrund der Kuckuck, Taubengurren, vielleicht Amseln, Meisen, Lärchen. Weiß ich nicht so genau. Was Wald und Wiese so hergibt. Jedenfalls stehe ich darauf: diese Abwechslung und den akustischen Einzug unberührter Natur am Arbeitsplatz.

Endlich gut

Diese Sendung war richtig gut. Und das dachte ich schon, bevor es Charlotte am Ende aussprach.

In der vierten Sendung hat sich das am 4.03.12 gestartete neue Talkshowformat „Roche und Böhmermann“ zu einer ernstzunehmenden Unterhaltungssendung gemausert. Kurz umrissen: Das Bo hat eine super stabile Figur abgegeben, der Ochsenknecht war grün aber lustig, Kim erfrischend zurückhaltend, Jutta hat ordentlich vom Leder gezogen, Björn der Geldgast blieb ehrlich, Jan professionell wie nie, pointiert und ungesteltzt. Die neuen Funktionen beim Knopf in der Mitte, Halligalli aus Dosen, war beeindruckend. Das Timing der Sendung stimmte, Inhalte und Niveau waren vorhanden, Nächstenliebe, Offenheit und Witz wurden von mir nicht vermisst. Das war gute Unterhaltung.

ZDF Kultur – Roche und Böhmermann

Ich habe mir die Talk Sendung mit Charlotte Roche und Jan Böhmermann vom gestrigen Tag, dem Sonntag 04. März online angesehen. Mir gefiel das Format. Die Gäste unterschiedlichster Herkunft – Deutsch Rapper, Türsteher, Talkshowhost, Parteigröße, Catwalk Trainer – unterhalten sich ungezwungen, unzensiert und down to earth über Nichtigkeiten und Wichtigkeiten.

Ein polarisierender Trailer stellt im Laufe der Sendung einen jeden Gast vor: gut recherchiert aber teilweise grenzwertig zum guten Geschmack, als Klamauk betitelt. Aber sie erzeugen zusammen mit dem Studio, der Musik, den Requisieten, der Beleuchtung, schlicht dem kompletten Erscheinungsbild ein aufwendig produziertes Gesamtbild ab, das in sich stimmig ist.

Während sich Charlotte Roche mit viel Feingefühl durch die Gespräche bewegt, ist der mir noch unbekannte Co-Moderator Jan Böhmermann eher die Axt im Walde und macht im Schlussgespräch mit Britt kaputt was kaputt zu machen geht. Auch wenn seine Kritik am TV Format „Schwer verliebt“ Berechtigung verdient (ARD deckt auf). Das was ihn als Moderator ausmacht, seine ungeschliffene polternde Art, ist im Sinne der Sendung nicht verkehrt. Sidos Schlusswort zu ihm: „Isch find’ disch geisteskrank, du hast ne richtige Macke Alter“, ist inhaltlich auf den Punkt. Soll heißen dass ein bisschen weniger davon – die Despoten-Schraube des Jan etwas zurückgedreht – und das Ding wäre nahezu perfekt geworden.

Man trinkt 12 Jahre alten japanischen Whisky mit und ohne Eis, dürfte rauchen, ein Zensierknopf in der Mitte des Tisches, der einen Piepton auf den Master Audioausgang legt, eine große ovale Lampe über dem runden Konferenztisch, ein Publikum das im Dunkel des Studios auf Stühlen sitzend verschwindet. Viele, nein etliche gute Ideen, im Detail ausgearbeitet, stimmig. Sie werten die Sendung zu einem wertvollen Kulturbeitrag auf. Hut ab.

Ich bin gespannt auf die zweite Sendung, ob sich abschleift was abzuschleifen ist, ob das Niveau sinkt oder fällt, ob der Arbeitsaufwand für die Details die gleiche Güte bewahrt.

…für mich auch der erste Schritt in die ZDF Mediathek, nach dem ich die ARD Mediathek bereits schätzen gelernt habe.

Jupiter 561 Kornmühle im Test

Ich habe mein erstes Video für Youtube gemacht. Inhalt ist meine Handmühle von Jupiter. Ich wollte zeigen, wie sie arbeitet, weil es noch kein Video dazu gibt.

Mit ihrem Stahl-Kegelmahlwerk ist sie unviersell einsetzbar, was sich gerade für Mühleneinsteiger wie mich anbietet. Sie kann also grob schroten und fein mahlen – selbst ölhaltige Saaten, die die Steinmahlwerke teurer Mühlen normalerweise (es gibt Ausnahmen) nicht vertragen.

Feinheit und Mahlleistung

Im „Handbuch der Haushaltsmühlen“ von 1984 (Eberhard Cölle) ist die Mahlleistung der Jupiter 561 mit 40g Feinmehl / Minute angegeben. Man schafft aber schon nach kurzer Eingewöhnung 50% mehr in der gleichen Zeit. Der Feinmehlanteil von 62% ist im Vergleich zu anderen Mühlen, selbst solchen mit Steinmahlwerk, recht hoch. Viele elektrisch angetriebene Mühlen aus der Zeit um 1980-90, so die Terstergebnisse von Cölle, schaffen teilweise nicht mal 50% Feinmehl. Das bedeutet, dass der Rest des Mehles eine Korngröße von mehr als 0,3 mm hat.

Backeigenschaften

Selbst gemahlenes Mehl hat nach meiner Erkenntnis ganz andere Eigenschaften in der Weiterverarbeitung als das gekaufte. Das frische Roggenmehl neigt sehr viel weniger zum stumpfen verkleben. Es ist mit frischem Mehl tatsächlich möglich einen Roggenteig fast so gut zu kneten wie einen Weißmehlteig. Auch die Reinigung der Hände ist danach kein Problem mehr.

Gebäck aus Weizenmehl ist in seiner Farbe ganz natürlich braun. Etwas was ich bis dahin nicht mehr kannte und mich bei jedem Bissen verwundert hat. ‚Das ist aus Weizenmehl gemacht?‘, drängte sich mir immer wieder auf. ‚Ich dachte immer, Weizengegebäck ist muss hell sein.‘ Auch der Geschmack hat durch seine größere Bandbreite eine höhere Qualität.

Inhaltsstoffe

Wie viel Gesundheit im vollen, frisch gemahlenen Korn steck kann man sehr gut im Buch von B. Thomas nachlesen „Vollkorn bietet mehr“. Hochwertiges Eiweiß mit ca. 10% / 100g, fast alle essentiellen Mineralstoffe und Spurenelemente, alle B Vitamine (bis auf B12), Ballaststoffe für einen gesunden Verdauungsapparat, langsam umzuwandelnde Stärke usw. Dieses Buch ist sehr fundiert geschrieben.

Ich habe mich gewundert, dass das volle Korn aus unserer Zivilisation fast verschwunden ist. Zum glück nur fast.

Kindle auf der Damentoilette

Folgende E-Mail ging gestern über den Univerteiler.

hallo,

habe heute ein kindle (e-reader) auf der damentoilette gefunden!
wem’s gehört oder wer gehört hat,
dass jemand eins vermisst – bitte bei mir melden.

besten dank
gudrun*

(*name von der redaktion geändert)

Chipophone

Als ich das Video und den jungen Mann sah, in seiner Art und in seinem Aussehen, kam mir die Idee, dass so oder in etwa Adrian Leverkühn im Dokotor Faustus gemeint war.

Und wenn ich damit über das Ziel hinausschieße, dann erst recht mit der Idee, den Dr. Faustus in einer modernen Interpretation mit einem Chipophone auf der Bühne aufleben zu lassen.

Hafersprossen

Kennt sich jemand mit Sprossen aus? Ich habe mich mit keimfähigen Biohafer eingedeckt. Einen „Sprossen Toni“ habe ich dazu gekauft und so kann ich die Körner entweder geschrotet zur Stärkung essen oder gekeimt als Vitaminbombe.

Jedenfalls habe ich nach drei Tagen keimen diese Härchen an den Sprossen. Erst dachte ich es sei Schimmel. Doch nach Recherche und genauerem Hinsehen bin ich mir sicher, dass es zu dem Keim gehört und nicht giftig ist. Sonst, da gebe ich meiner Quelle recht, müssten ja auch die Körner vom Flaum befallen sein. Der Geruch ist ebenfalls neutral. Also Mund auf und rein damit.

Weihnachtslied

Ich hatte anlässlich Weihnachten 2009 ein Lied gebastelt, das auf einer Melodie basiert, die meine jüngere Schwester für einen Abschlusstest in der Musikklasse komponierte.

Das hier präsentierte Stück sollte dann als Weihanchtsgeschenk für meine Oma gereichen. Wir hatten sogar Material für ein Musikvideo dazu aufgenommen/gefilmt. Leider hatte ich die Dinge nie zusammengeführt.

Aber dieses Jahr habe ich es geschafft. Ich werde es morgen, am 24. Dezember, erstaufführen…das Musikvideo erst mal der Familie zeigen.

Frohe Weihnachten!