VW und die Rolltreppe

Hat mich gerade ganz schön angesprochen, als ich das gesehen habe. VW hat nämlich in Stockholm eine Treppe so modifiziert, dass sie erfahrbar wird. Sie konkurriert direkt mit ihrer elektronischen Konkurrentin, der Rolltreppe. Die Rolltreppe ist komfortabel aber langweilig. Die gemoddete Normaltreppe hingegen ist Spaß, Ausdruck, Frohsinn. VW zeigt hier, dass etwas altbackenes, unbeachtetes zur Mode avancieren kann, wenn man es so verändert, dass es Spaß macht es zu benutzen. Jeder einzelne Läufer, der diese Treppe besteigt, wird wahrgenommen, wird beachtet und sein persönlicher Gang die Treppe hinauf wird zur eigenen Melodie, erzeugt einen selbst gewählten Rhyhmus, der unmittelbar wahrgenommen wird, von allen umstehenden, über das Gehör. Der Mensch sucht diesen Ausdruch, nimmt ihn dankbar an. Verzichtet auf den dargebotenen Komfort und nimmt die Gelegenheit war, das triste Leben mit einer profanen Treppe neu zu vertonen.

Erst mal ist VW hier einen Weg gegangen, um nicht nur zu zeigen, dass sie Autos machen. Sie zeigen hier auch, wie sie Autos machen. Sie zeigen, wie sie Autos verbessern wollen. Es geht um eine neue Art des Designs. Der Mensch im Mittelpunkt. Vielmehr das Individuum. Aber dieses Experiment ist allgemein gehalten. Alle können davon profitieren.


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