Ein Blinder erzählt von seiner Stadt

Chris Downey: Design with the blind in mind, so der Titel des Kurzvortrages. Chris ist seit einem Jahr blind, wegen einer Operation an seinem Kopf. Drei Tage nach der Operation verlor er sein Augenlicht. Sechs Monate später konnte er wieder zur Arbeit fahren. Seit dem er blind ist, erzählt er, wie sich seine Sinneswahrnehmung geändert hat. Als Architekt erfährt er die Wege durch die Stadt ganz neu. Er orientiert sich an den Sonnenstrahlen auf seinem Gesicht, dem Wind im Nacken, der Symphonie aus Geräuschen und Gerüchen, der Struktur unterschiedlicher Bodenbeläge. Die Menschen sind freundlicher zu ihm. Er bekommt Dinge zu hören, die er vorher nie gehört hat. Sie sagen „God bless you“, „Go for it“ und „Go here, move there, watch out for this.“

Wenn einer eine Stadt plant und dabei an die Blinden denkt, sollte es gut ausgebaute Fußgängerwege geben, sämtliche Läden, Einrichtungen und dergleichen wären auf Bodenhöhe. Autos bräuchte man nicht mehr, stattdessen ein gut organisiertes Beförderungssystem für den Personennahverkehr.

Sehr inspirierend, emotionalisierend.

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