Ich habe recht oberflächlich versucht herauszufinden, welcher Spot im Superbowl Commercial Lineup etwas taugt. Ernüchternde Ergebnisse. Die Liste, von der ich Gebraucht machte, nahm ich von Horizont.net. Gleich zu Anfang will ich den an vieler Orts gemochten Volkswagen Spot „Darth Vader“ als von mir nicht gemocht herausstellen. Ich finde ihn nicht schlecht aber ich finde ihn auch nicht besonders, ja, geil, wie soll man sagen…Hingegen finde ich den anderen Spot von VW, die Adaption der Realtität hinab, oder vielmehr hinauf, in das Reich der Fiktion sehr viel wirkungsvoller. Schade dass er nur so kurz ist. Alles digital, lustig, emotional. Vorhang auf:
Auch sehr wohltuend und erheiternd ist der Spot für den KIA Optima. Er erzählt die Geschichte von einem Auto, das… Anders! Es gibt doch die Filmchen wo ein kleines Tier vom nächst größeren gefressen wird. Leider habe ich kein Beispiel parat. Aber genau so ist es hier auch. Das Auto wird sich gegenseitig von der nächst größeren Macht gestohlen, wenn man so will. Die Reihnfolge folgt hier keiner Logik von größerer Macht, sondern einer Logik für einen spannenden Plot. Ich muss sagen, ich habe gelacht. Bitte:
Auch nicht unkomisch ist der Webespot für cars.com. Es geht um das wachsende Vertrauen für ein Produkt durch Userreviews auf Internetseiten wie cars.com. Nach dem Motto: Lass jemand anderen vorgehen und wenn die Luft rein ist, kommst du hinterher. Kein Risiko für dich. Bleibst halt in Deckung. Und ab:
Young & Rubicam Berlin hat eine treffliche Kampagne für Volvic gemacht. Hintegrund: Trinke Wasser, werde frisch, gesund und jung. Ich könnte eine Abriss über osmotische Reaktion anführen, aber ein Link zum Wikipediaartikel soll reichen. Jedem sind die Zusammenhänge klar. Auch den Kreativen von J&R.
Das Einzige was mich nachdenklich machte war die Umkehrung des Bekannten. Normalerweise wird aus der Traube, und zwar mit Absicht, eine Rosine, eine Trockenfrucht. Hier steht sie auf dem Anfangspunkt und entwickelt sich zurück. Eine kreative Höchstleistung beim Betrachter das Kunststück des Umdenkens zu vollbringen. Was mir geholfen hat war der Größenunterschied. Von klein nach groß, von trocken nach voll.
Nicht zu vergessen die Möglichkeit verschiedene Geschmäcker anzubieten und mit den Anzeigen zu bewerben, was nach Blick auf die Website oder ins Getränkeregal auch getan wird. Allerdings nicht in der Form, wie wir in den Anzeigen sehen. Da geht es schlicht um Wasser pur. Vielleicht umso größer die Überraschung am Wasserregal stehend die Vielfalt in Augenschein zu nehmen.
Ich mag Audi Werbung. Aber bei dieser hier bin ich schwer verwirrt. Einerseits ist sie so gut gemacht, dass ich Lust auf Luxus bekomme. Dann aber will mir die Werbung weiß machen, dass das out ist und der Audi A8 das moderne Chic. Je länger ich darüber nachdenke, desto eher wirkt sie. Clever gemacht. Chapeau.
Verantwortlich ist Venables, Bell & Partners aus San Francisco.
Die Zeit für Lesen von Blogs und Twitter, schlimmer noch RSS, wird immer weniger. Je weniger die Zeit wird, desto weniger ist der Input. Je weniger Input, umso weniger Output. Das nervt! Mich. Weil. Ich mich auch ärgere, nicht alles mehr mitzukriegen. Du kannst dir nicht vorstellen wie schlimm das ist den Rechner nicht mehr auschzuschalten, weil du das Beenden von Firefox vermeiden möchtest, um dann am nächsten Tage, nur weil du einen Link nachsehen möchtest, nicht Firefox wieder neu laden zu müssen, mit all den Tabs in der Tableiste. Gepriesen sei der Ruhemodus. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht schon auf dem Weg der Besserung sei. Wirklich: ich schaufle mich so aus dem ganzen Klamauk und hoffe, dass ich irgendwann………irgenwann alles just in time hinkriege und das Maß Ordnung an den Tag lege, das ich mir für mich wünschte.
Was soll ich blos tuen mit einem Link zu einer Website, die ich sehr schäteze, die ich gerne, wenn es auch nur für einen Augenblick ist, täglich besuchen möchte? RSS. Nein. Mein RSS Reader schreckt mich ab, mit seinen vielen ungelsenen Beiträgen. Würde ich einen weiteren Feed abonieren hätte ich Angst dass mein Computer explodiert. Fast Dial ist eigentlich ein cooles FF-AddOn. Stimmt. Das müsste ich mal auf mehr Felder als 9, die mir auf der ersten Seite angeboten werden, erweitern. Ich sage erste Seite, weil man mit seinem Scrollrad die Seiten wechseln kann. Aber Seite 2 guck ich auch nur selten an. Vielleicht müssen die Standards wie ebay, mi-fo-forum oder dict.cc von der ersten Seite raus. Die gebe ich doch eh immer über die Adresszeile ein. Wundaba. Da hab ich doch schon eine Lösung gefunden.
Zur eigentlichen Notwendigkeit des „Blogpostes“ (btw: nutzt nicht die Zollzeichen in eurer Onlinekommunikation statt der Anführungszeichen. Ein ALT + ^ und ALT + 2 geht auch sehr schnell und sieht gleich viel besser aus. Um Systemkonformität zu gewährlisten : Typefacts hat alle Kürzel fein säuberlich aufgelistet.)
Fonts in use ist eine seeehr nützliche oder plmup: schöne Seite, die ich gerne visite. Das Prinzip ist simpel, einfach, äm, leicht zu begreifen, usw. Kernfeature ist aus meiner Sicht die Übersicht von Projekte, mit einem Bild leicht erfassbar, und direkt darunter, die im Projekt verwendeten Schriften. Klickt man, erfährt man mehr über dieses Projekt. Höchst interessant war für mich das Redesign des Spaßsenders aus Übersee Comedy Central. Wirklich trefflich gemacht, am Puls der Zeit und auf die zukünftige Entwicklungen bedacht.
Ein weiteres Stück Musik. Habe ich schon bei Twitter erwähnt. Vielmehr ein Mix. Ich beobachte das DJ Duo Demir & Seymen aus Berlin schon seit längerem und muss ihnen ein hohes Maß an Qualität zugestehen. Vielleicht kann man es auch einfach nur zu großem Teil meinen Geschmack nennen, der von ihrer Musik getroffen wird. ♥ iLke
Es ist schon erstaunlich. Musik kann man fast immer konsumieren. Bahnfahrend, laufend, arbeitend, entspannend. Während man Geschriebenes und wörtlich Vorgetragenes nur zu bestimmten Zeiten aufnehmen und gleichzeitig verarbeiten kann.
Elektromusik muss man noch nicht mal verarbeiten. Wie ein Strom, pulsierend, leichtverständlich, geht sie in den Gehörgängen ein und aus. Fragmente aus der Sprache, ein Rhythmus, dem menschlichen Puls in der Geschwindigkeit ähnelnd, An und Aus von Spuren, Harmonien oder keine. Und trotzdem entsteht, nicht für jeden ersichtlich, Spannung. Ich mag diesen puristischen Umgang mit den Elementen, die mich antreiben, durchtreiben, beleben.
Erik Spiekermann, wortgewandt und typografisch nahezu allwissend. Wenn man ihn auf der Ausstellung WELT AUS SCHRIFT reden hört, die ich aus Zeitmangel nicht besucht habe, unterstreicht er seinen Titel als deutscher Typopapst mit Sicherheit.
Danke dem FontShop für den Einblick in das Event, zu dem 300 Menschen eingeladen waren. Wie man sehen kann erschienen auch einige bekannt Gesichter.