Jupiter 561 Kornmühle im Test

Ich habe mein erstes Video für Youtube gemacht. Inhalt ist meine Handmühle von Jupiter. Ich wollte zeigen, wie sie arbeitet, weil es noch kein Video dazu gibt.

Mit ihrem Stahl-Kegelmahlwerk ist sie unviersell einsetzbar, was sich gerade für Mühleneinsteiger wie mich anbietet. Sie kann also grob schroten und fein mahlen – selbst ölhaltige Saaten, die die Steinmahlwerke teurer Mühlen normalerweise (es gibt Ausnahmen) nicht vertragen.

Feinheit und Mahlleistung

Im „Handbuch der Haushaltsmühlen“ von 1984 (Eberhard Cölle) ist die Mahlleistung der Jupiter 561 mit 40g Feinmehl / Minute angegeben. Man schafft aber schon nach kurzer Eingewöhnung 50% mehr in der gleichen Zeit. Der Feinmehlanteil von 62% ist im Vergleich zu anderen Mühlen, selbst solchen mit Steinmahlwerk, recht hoch. Viele elektrisch angetriebene Mühlen aus der Zeit um 1980-90, so die Terstergebnisse von Cölle, schaffen teilweise nicht mal 50% Feinmehl. Das bedeutet, dass der Rest des Mehles eine Korngröße von mehr als 0,3 mm hat.

Backeigenschaften

Selbst gemahlenes Mehl hat nach meiner Erkenntnis ganz andere Eigenschaften in der Weiterverarbeitung als das gekaufte. Das frische Roggenmehl neigt sehr viel weniger zum stumpfen verkleben. Es ist mit frischem Mehl tatsächlich möglich einen Roggenteig fast so gut zu kneten wie einen Weißmehlteig. Auch die Reinigung der Hände ist danach kein Problem mehr.

Gebäck aus Weizenmehl ist in seiner Farbe ganz natürlich braun. Etwas was ich bis dahin nicht mehr kannte und mich bei jedem Bissen verwundert hat. ‚Das ist aus Weizenmehl gemacht?‘, drängte sich mir immer wieder auf. ‚Ich dachte immer, Weizengegebäck ist muss hell sein.‘ Auch der Geschmack hat durch seine größere Bandbreite eine höhere Qualität.

Inhaltsstoffe

Wie viel Gesundheit im vollen, frisch gemahlenen Korn steck kann man sehr gut im Buch von B. Thomas nachlesen „Vollkorn bietet mehr“. Hochwertiges Eiweiß mit ca. 10% / 100g, fast alle essentiellen Mineralstoffe und Spurenelemente, alle B Vitamine (bis auf B12), Ballaststoffe für einen gesunden Verdauungsapparat, langsam umzuwandelnde Stärke usw. Dieses Buch ist sehr fundiert geschrieben.

Ich habe mich gewundert, dass das volle Korn aus unserer Zivilisation fast verschwunden ist. Zum glück nur fast.

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