Filmposter Analyse

Eine interessante Analyse der Filmposter-Welt.

Germany, Land of Quattro

Diese Werbung sollte man nicht übersehen. Bemerkenswert wie hier die Filme zusammengewürfelt werden. Stockmaterial, Cartoon, Quattrowerbung, Humor, Landschaft. Alles drin. Normalerweise ein Ding der Unmöglichkeit. Heißt es doch eher: „Hier sind drei Optionen. Entscheide dich für zwei.“ Diese Collage funktioniert aber sehr gut mit der Geschichte, die der Off-Sprecher vorträgt.
Eine Geschichte, die im Land von Quattro spielt, Deutschland. Eine coole Geschichte, noch cooler vorgetragen. Getragen wird der ganze Spot nur von dieser hervorragend geschriebenen Story, die Emotionen in mir weckt das Auto besitzen zu wollen. Einen Allrounder, die eierlegendende Offroadsau.

Durchgängiges Motiv ist der Fahrer, der im Schnee startet. Mission: „Sei um Fünf zu Hause.“ Wie kalt und glatt es ist zeigen die Einspieler. Trotz Glätte im Kopf sieht man den Quattro souverän durch die Kurve zirkeln. Wir heben unseren Blick auf Deutschland, sind bei der Wettervorhersage, checken das Wetter von Hessen, Berlin und der Küste; jeweils untermalt von wirklich emotionalem, schnell geschnittenem Bildmaterial.
Die Geschichte nimmt einen neuen Schwenk und beschreibt aus der Sicht des Fahrers: „Ziemlich steil hier“, „es könnte vereist sein“, „sei in Bremsbereitschaft“. Die Horrorszenarien werden nur angeteasert, entfalten aber ihre volle Wirkung im Kopf. Anker ist das Auto, die Armaturen, die Erfahrung als Fahrer in einem perfekten Werkzeug sitzend alle Situationen zu meistern.

Das „Danke“ am Schluss gilt den Gefahrensituationen, die das Fahren erst besonders machten. Wer kennt das nicht – die Gefahr zu beschwören um ihr zu zeigen, wer der Herr im Auto ist. So lässt der lösende Ton, die Fahrt über die ruhige, dunkle Brücke, bis zum Schluss auf sich warten, entfaltet seine volle Wirkung, man erinnert an die Herkunft der Autobauer „Germany. Land of Quattro.“ Ein edler stilvoller Abschluss. So muss man sich die Aussenwirkung von Deutschland vorstellen, die Audi für sich beansprucht.

Weihnachtsgeschichte von Kindern gespielt

Drei Jahre schon online und spurlos an mir vorbeigegangen, bis Nadine es mir gezeigt hat. Wirklich eine famos umgesetzte, kurzweilige, herzallerliebste Nacherzählung der Weihnachtsgeschichte mit Kindern, gekonntem Einsatz von Tiefenschärfe, Tele und Weitwinkel. Für einen größeren Impact wären Untertitel nicht schlecht…

Die Widder sind echt drollig, das Sternenkostüm und ja, auch der kleine eine König.

Jack & Jones „Wool from cool“

Vor allem Coolness spricht aus diesem Clip. Schauspieler Christopher Walken, fast schon Inbegriff von Eleganz und Tiefenentspannung, fungiert als Schneider in einem aparten Atelier, das sehr an verwunschene Hoolywoodfilme diesen Jahrhunderts erinnert.

Er strickt schnell und sicher, näht mit der Nähmaschine ohne den Blick zu senken, schneidet Stoffe und Fäden mit den Fingern, rupft ein Schaf in Kürze. Dergleichen und noch viel mehr, fast eines Zauberers gleich, versteht er zu tun.

So cool die Filmchen auch sind – die Auflösungen am Ende jedes Filmchens gefallen mir nicht. Wie er cool nähen kann find ich super. Dass er aber das Shirt nimmt, schüttelt und schon ist es zusammengefaltet, finde ich zu abwegig. So hat jeder Film ein Ende, das mir zu sehr abgeht. Zaubern finde ich nämlich reichlich uncool. Nähen und stricken ohne hingucken hingegen finde ich sehr cool.

Insgesamt aber eine sichtlich teure Produktion mit guter Idee für das ansprechend gestaltete First-Class Produkt.

Nørregade Bolcher machen glücklich

Mensch bleibt Mensch. Dem Geschmack von Nørregade Bonbons macht glücklich. Das ist leider ätzend, hinterlässt aber ein wohliges Gefühl (frei übersetzt). Auch bei einer die so aussieht, als ob sie das grummeligste Mädchen auf Erden sei. Demonstration der Wirkung erfolgreich durchgeführt. Produktversprechen eingehalten.

ATI 5770 im MacPro für Mercury Playback

Mercury Playback Engine

Die Mercury Playback Engine bei Adobe Premiere unterstützt bspw. die Leistung bei der Wiedergabe von Videomaterial, das mit vielen Filtern und Effekten versehen ist. Wer sie wegen nicht unterstützter Hardware aus lassen muss, ist allein auf die Leistung der Prozessoren angewiesen. Der Modus in Premiere heißt bei nur Prozessorbetrieb „Software only“. Bei aktiver Mercury Engine übernimmt die Grafikarte visuelle Berechnungen, entlastet die CPUs und macht das Abspielen vom Material deutlich geschmeidiger. Das wird besonders dann deutlich, wenn zum Beispiel viele Farbkorrekturen auf parallel laufenden Videospuren berechnet werden müssen. Ohne hardwaregestützter MPE (Mercury Playback Engine) würde das Abspielen den Rechner in die Knie zwingen. Das Vorschaubild ruckelt. Mit aktiven Filtern ist an ein geschmeidiges Weiterschneiden nicht mehr zu denken. Im Folgenden beschreibe ich meinen kostengünstigen Weg (ca. 50€) zur Aktivierung der Mercury Playback Engine.

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FrutoNyanya – Babynahrung die schmeckt

Wie schon der vorherig OBI-Spot kommt auch diese FrutoNyanya (Babynahrung) Werbung aus dem Hause BBDO Moskau.

Der junge Vater sitzt mit seinem Frühchen am Tisch. Füttert löffelweise Babybrei aus einem Glas. Das Ambiente ist hell, aufgeräumt, sogar leicht bläulich. Dem Kindelein scheint es zu schmecken. Junger Papa wird von der Beschreibung auf dem Glas abgelenkt. Seine Frau kauft scheinbar ein. Laut liest er vor: „Ohne Zucker. Ohne Salz. Gemüse und Wasser.“ Seine Aufmerksamkeit ganz von den Inhaltsstoffen in Anspruch genommen, versucht das Baby alleine das Wohlschmeckende vom Löffel zu lutschen. Es gibt sich große Mühe. Nun fragt sich der Vater aber, nach dem Studium der Zutaten, wie ihm, dem Sohn, das nur schmecken kann.

Das unschuldige Baby weiß was gut ist. Der Vater nicht mehr, vielleicht typisch. Das Baby weiß die gute Nahrung von FrutoNyanya zu schätzen. Der Vater würde es nicht essen, vertraut aber FrutoNyanya. Das ist alles was die Frima verlangt. Vertrauen in das Produkt, das mit Fachwissen entwickelt und mit hohen Qualitätsmaßstäben produziert wird.


  • BBDO Moskau: Creative Director: Adrian Ely
  • Ball Park Production, Director: Scott Corbett