Old Spice reloaded

Ist mir eigentlich furchtbar peinlich, dass ich den Beitrag so ähnlich aussehen lassen muss wie bei W&V, aber das Ding ist so genial. Den alten Old Spice Spot von Wieden + Kennedy kennt jeder. Aber diese Parodie vom britischen Klatschblatt The Sun nimmt das Original auf humorvolle Weise gekonnt auf die Schippe. Es werden lustig alle Männer-Klischees abgearbeitet, trocken und nüchtern, was sich in der gelangweilten Stimmung der Hauptdarstellerin widerspiegelt. Es kommen bspw. Freikarten für ein Fussballspiel, Bier und Autos statt Diamanten, Pferde und Luxus zum Einatz. Besondere Beachtung verdienen allerding die Brüste der Frau.

Die Grundzüge des Originals bleiben erhalten. Begehrenswerter Mensch, in einem Take gefilmt, vor wechselndem Hintergrund und mit wechselnder Kleidung zaubert die Wunschgegenstände der Zielgruppen hervor. Aber diese Neuauflage gibt sich überhaupt keine Mühe, macht es platt und anspruchslos. Ein blosses Erfüllen aller Männer-Klischees. Form und Inhalt ergeben eine Klischee-Einheit. Besonderes akustisches Detail: der kreischend wilde Affe am Ende des Spots.

Dass die Sesamstraße selbiges versucht hat, sei hiermit auch noch schnell erwähnt. Mit 5,8 Millionen Klicks kein schlechtes Ergebnis.

Black Ops – Werbung

Das sieht aus wie in Echt. Nur dass keine Aufnahme zeigt, wenn jemand “erschossen” wird. Es zeigt auf beängstigende Weise was alle Kiritker über Ballerspiele gesagt haben. Du gehst als Mensch auf das Schlachtfeld und freust dich am Genuss von Waffenlärm, Heldentum, Action, Dominanz. Du bist Kind, Angestellter, Manager oder Arbeitsloser, äußerlich unscheinbar, innerlich dem Vertrocknen nahe. Aber in dem tollen neuen Spiel findest du Hoffnung. Als neuer Mensch in die digitale Welt wiedergeboren machst du dir als furchtloser Held einen Namen. Und wer bist du wenn der Strom ausfällt? Nichts weiter als ein spielsüchtiger, problembehafteter, unzufriedener Mensch, aber seit neuestem zu allem bereit. Zu allem? Wahrscheinlich nicht für das Richtige. Wahrscheinlich eher für das falsche. Bereit für einen großangelegten Rachefeldzug gegen deine Peiniger in der realen Welt.

Ich denke der Werbefilm zeigt auf beeindruckende Weise die Gefahren, die von einem nichtgewaltfreien Computerspiel ausgehen. Die Flucht in die Spielwelt wird glorifiziert. Deutlich zu sehen sind Menschen, die die Zielgruppe darstellen. Ein wirklich bedenklicher Ansatz. Wobei das Gameplay echt vielversprechend aussieht.

Donald Draper: What?

Ich habe ausgiebig über diesen Zusammenschnitt gefeiert. Zeigt er doch eine ganz andere als die sonst verkaufte Charaktereigenschaft des Portagonisten.

Ausserdem höchst interessant ist, dass die Charaktere aus Mad Men nun auch in unserer aktuellen Werbewelt als Testimonials herumgeistern.
Beispiel die Stimme von Jon Hamm (Don Draper):

Oder John Slattery (Roger Sterling) macht Werbung für Lincoln Autos:

Dass sie ihren eigenen Twittstram haben ist seit 2008 bekannt. Bsp. Don Draper

Werbung für Canon

Beeindruckend schöne Werbung für Canon Pixma Drucker, in der kleinste Mengen Farben auf eine Membran getropft werden, die von einem kleinen Lautsprecher in Schwingung gebracht wird. Die Bewegung, das Aufspringen der Farben, durch die Bewegung der Membran, wird mit wenigen Bruchteilen von Millimetern Schärfentiefe mit Hilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera gefilmt. Dieses Video zeigt etwas den Herstellungsprozess des Werbefilms und den Werbefilm an sich im Anschluss.

Die Idee ist spitze, meiner Meinung nach und die Umsetzung mutig, weil aufwendig.

Tech House

Da dieses Stück schon seit Mai 2010 auf Youtube steht, ist es ja doch nicht mehr so neu, wie ich es gerade empfinde. Nun, ich habe es gestern das erste mal gehört und bin ziemlich hingerissen. Auch dei Kommentatoren bei Youtube sind sich einig. Djamable: “I LOVE WHEN BASS COME IN AND PEOPLE GO CRAZY!!!!!!!”

Es stimmt, der Track ist faszinierend einfach aufgestzt. Wie kann man auf die ersten Takte schon so verrückt nach dem Rest sein? Die Bassdrum kommt so tief und brachial. Man setzt sich einfach nur drauf und spielt verrückt.

Ich denke in letzter Zeit darüber nach, was das Essentielle an der heutigen, einfachen, elektronischen Tanzmusik ist. Wir brauchen nur noch einen Produzenten. Wenn er gut ist macht er alles von dem Konzept, bis Einspielen / Programmierung, Sounddesign, Arrangement, Mastering selber. Der Rhythmus steht definitiv an erster Stelle. Für Tanzmusik ganz simpel aber derbe im Klang. Melodien braucht man eigentlich gar nicht. Bediene man sich lieber einer großen Geräuschpalette, hergeholt aus den Samples der akustischen Weiten unserer Gegenwart, um dem Stück Komplexität zu verleihen. Oder man programmiere faszinierende Geräuscheffekte im Synthesizer, welche man hier und da aufklingen lässt. Straighter Beat, Effekte und oder Klänge, kaum Melodie, Stimmen in Bruchstücken oder lange Passagen.

Ich ziehe den Vergleich zur Trommelmusik, die in Urvölkern gerne gehört wird. Kann man nicht sagen, dass sie gerne gehört wird. Da liegt wohl auch ein Unterschied zu unserer Klassischen, schönen Musik. Es gibt schöne Musik und es gibt Tanzmusik. Die Trommelmusik dient ja nicht der schöngeistigen Kurzweil. Viel mehr dient sie dazu die Glieder sich von alleine bewgen zu lassen und einen Zustand im Kopf zu erreichen, der ausserhalb des Gewöhnlichen ist. Elektronische Tanzmusik orientiert sich meiner Meinung nach, nicht bewusst aber, an der Trommelmusik, welche ganz klar den Trancezusand ersehnt. Während die schöne Musik dazu dient, sich emotional fortzubewegen. Sicher kann man die beiden auch paaren, zu Lasten der Wirksamkeit des einen oder des anderen.

Wenn ich mir mein Geschmack so ansehe, dann habe ich weder für den einen noch für den anderen Antipathie übrig. Schöne Musik hört man zum Träumen, Tanzmusik zum Antreiben. Ich gebe zu, die Formel ist noch nicht perfekt. Bevor ich einen anderen Ansatz dazu finde, mache ich Schluss. Danke fürs Lesen.

Rick Dangerous

Amiga 500. Mein erster Rechner. Mein Vater hat ihn damals mitgebracht. Ich habe dort meine ersten Englischerfahrungen gemacht. Undo wurde wie Undo gesprochen und nicht Andoo.

Neben vielen anderen gab es das sagenhafte Spiel Rick Dangerous II. Ein Spiel was mich, es fiel mir auf als ich es letztes wieder gespielt habe, doch nachhaltig beeinflusst hat. Noch heute klingelt mir die Musik im Ohr. Als es das letzte mal klingelte, hat es mir gereicht und ich begab mich auf die Suche nach der Möglichkeit das Spiel zu spielen. Für Mac brauchst du folgendes…Hi-Toro, E-UAE, die Workbench ROM, das Spiel. Eine gute Zusammenfassung für den Startoff gibt es hier: Amigaforever/Mac

Die Spiele werden als *.adf Files geladen. Eine Menge Spiele gibt es hier: Emuparadise.org

Die Installation erweist sich als einfach. Schnell konnte es losgehen und mit sämtlichen alten Spielen kamen längst vergessene Zeiten hoch. Mehr traumhaft als wie sonst traumatisch, bei alten Zeiten.

Die Musik, das Theme von Rick Dangerous und viele andere Musiken aus dem Spiel kann man sich auf der Seite RickDangerous.co.uk in MP3 aber auch als SID oder MIDI runterladen. Perfekt. Da steht ein Remix ins Haus ;)

Eigentlich kann man sich auf der Seite alles zu Rick Dangerous runterziehen.

Ektar und Folgen für die Nachbearbeitung

Ektar

Kodak Ektar, kaum 2 Jahre ist er auf dem Markt und hat sich trotz des digitalen Booms in der Fotografiewelt einen Platz gemacht. Mittlerweile kriegen wir ihn konfektioniert als Kleinbildfilm über Rollfilm bis Planfilm. Auszeichnen tut er sich, ich wiederhole es nur der Vollständigkeit halber, durch seine geringe Körnung, seine satten Farben und eben auch der angebotenen Formatvielfalt.

Doch kommt ein neuer Film auf den Markt bringt das eine Reihe Veränderung mit sich. Für viele Fotografen ist analog fotografieren auch verbunden mit digitalem Weiterverarbeiten. Es steht groß und behäbig ein Flachbrettscanner auf dem Schreibtisch, schlank und unaufdringlich ein Filmscanner oder auch nichts dergleichen, man lässt scannen. Scannen, das Stichwort zum Ausholen.

Digitales Fotografieren erzeugt nur Daten aus 0 und 1. Eine Reihe aus 0 und 1 kann ich persönlich nicht mit bloßen Augen zu einem Bild zusammensetzen, auch nicht mit Augenzukneifen. Dazu benötige ich einen Computer. Ohne Computer erzeugt die digitale Fotografie keine Bilder.

Wir Analogfotografen fotografieren analog um das Bild auch ohne Computer sichtbar zu machen, wollen aber trotzdem unsere Bilder stolz auf dem Computer zeigen. Hinter dem Mond wohnt auch der Anlogie nicht. Z.B. kann man seine digitalisierten analogen Bilder mit Interessierten und Freunden austauschen. Die Fotocommunity Flickr ist dafür ziemlich angesagt. Man kann seine Scans aber auch in Bildbearbeitungsprogrammen weiterverarbeiten, selber ausdrucken, per E-Mail verschicken, … Ihr kennt das.

So viel zur Einleitung.

Die Frage was es für mich bedeutet, wenn ein neuer Film auf den Markt kommt.

Ich scanne also meine Bilder selber ein. Und wenn es nicht gerade ein Dia, also ein postives Bild ist, sondern ein Negativ, muss ich es erst in ein Postitiv-Bild umwandeln, um es farbrichtig ansehen zu können. Auch Schwarz-Weiß-Filme sind negativ Filme. Das tonwertrichtige Bild entstand früher mit photochemischen Prozessen in der Dunkelkammer bei rotem Licht, wo es, auf Fotopapier belichtet, ein positives Bild ergibt.

Farbnegative sehen, wenn man sie nach der Filmentwicklung in der Hand hält, orange aus. Das haben wir alle schon gesehen. Wir können einen Schwarz-Weiß-Negativstreifen einscannen und in einem Bildbearbeitungsprogramm die Tonwerte umkehren und erhalten ein Positiv. Wollen wir den Farb-Negativfilm einscannen und anschließend die Farben in einem Bildbearbeitungsprogramm umkehren, ist das Bild blaustichig und flau, farblich unrichtig. Das passiert bei einer chemischen Entwicklung in einem Fotolabor nicht, nur beim Scannen. Was also tun wir gegen diese Blaufärbung?

Ich nehme an, dass der Großteil der scannenden Bevölkerung schon etwas von SilverFast gehört hat oder selber benutzt. SilverFast ist ein Programm, dass den Scanner um einige Funktionen mehr bereichert, als es das vom Hersteller mitgelieferte Programm tut. So besitzt SilverFast bspw. standardmäßig eine Art Unterprogramm für Farbnegative. Es heißt – NegaFix. Negafix wird mit Farbprofilen für alle auf dem Markt vorhandenen Filme betrieben. Negafix ist dafür zuständig mit Hilfe der Profile den Blaustich für jeden Film individuell zu entfernen, denn alle Negativfilme haben eine unterschiedliche Maskierung. So nennt man die Orangene Färbung des Negatives. Durch Einsatz der verschiedenen Profile ist sichergestellt dass, egal ob Portra 160NC oder Fuji Reala, Filme nach dem Scan auf dem Monitor so ausehen, wie sie sie nach einer analogen Filmentwicklung aussehen würden. Denn jeder Film hat seine eigene Charakteristik, die erhalten bleiben soll. Daher die individuellen Profile in NegaFix.

Kommen wir langsam zur Essenz des Themas. Der Kodak Ektar hatte zu seinem Erscheinen natürlich kein Farbprofil in SilverFasts NegaFix. Das wurde allerdings bald durch ein kostenloses Update nachgereicht. Ohne das Update konnte man den Film auch gut mit dem „Kodak Gold 100“ Profil scannen.

Mir ist es bis heute nicht vergönnt das Update zu installieren, weil man dazu die Seriennummer braucht und ich aber die CD mit der aufgedruckten Seriennummer, die mit dem Scanner geliefert wurde, nicht mehr finde.

Darum meine Suche nach Alternativen, also worauf das Thema hinausläuft. NegaFix arbeitet für den “Hobbyfotografen” ganz ordentlich. Aber NegaFix arbeitet unzuverlässig. Für jedes Bild wird das Aussehen neu berechnet. Wenn bestimmte Parameter nicht erfüllt sind, hat das Bild einen Grünstich, helle Stellen sind ausgefressen, …, es gibt immer wieder etwas zu meckern. Die Parameter nach denen NegaFix die Farben umrechnet kenne ich nicht. Es kann zu viel Weiß oder zu wenig Weiß im Bild sein oder eine falsche Belichtung oder auch etwas ganz anderes, um die Algorithmen zu verwirren.

Darum habe ich mich mit der Negativweiterverarbeitung in Photoshop beschäftigt. Die Fortsetzung des Beitrages, der sich mit der Weiterverarbeitung von Negativen beschäftigut, erscheint in Kürze.