BlobbBuster Font

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Eine ganz nette Idee einen Font nicht als OTF, TTF ins Netz zu stellen, sondern als AI, EPS Datei.
Du öffnest die AI-Datei und findest alle Buchstaben als Vektoren, kannst direkt eingreifen, Konturen und Formen verändern, Kleckse hinzufügen, ganz flexibel. Ein echtes “streetstyle” Gefühl. Schneller und intuitiver editierbar als ein echter Font ohne als Leiche in der Schriftsammlung zu vergammeln und das System zu entschleunigen. Für PC und Mac Nutzer gleichermaßen verfügbar.

So viel wie nötig

so viel

Saturn Werbung – absolut billig

saturn

An dieser Stelle will ich auf die neue (Kampagnenstart 24.10) Saturn Werbung weisen. Ich bin durch eine E-Mail darauf aufmerksam gemacht worden. Und da ich berechtigt bin zu urteilen, will ich von diesem Recht gebraucht machen.

Der Saturn-Werbe-Clip zeigt ein Fussballspiel auf einem Fernsehr in einer Hütte, einer Spelunke, irgendwo im Weltall, eher direkt am Saturn, wo sich die Marsmenschen-Looser treffen, die Einäugigen, die hilflosen Fälle. Das zumindest, suggeriert mir die manipulative Auswahl der Charaktere. Die anwesenden Bartümmler, zwei ausserirdische Protagonisten, schauen sich also dieses Fussballspiel auf dem Fernseher an, welcher, wie so üblich in diesen Bars, hinter dem Tresen, weiter oben angebracht wurde.

Plötzlich, der Empfang wechselt, ein bayrisches Volksgedudel ertönt, respektive erscheint auf der Mattscheibe. Natürlich ist der alkoholgeneigte Kneipengänger sauer. Der Barkeeper, welcher völlig überzeichnet von Alice Cooper gespielt wird, greift geistesanwesend zu der Antenne. Doch die Antenne sind Hörner von einem Hirsch. Ist das nicht urkomisch? Jedenfalls bewegt er da rum, der Kanal wechselt abermals, Gestöhne und an Koitus erinnernde Geräusche lassen keinen Zweifel an dem Programm, welches für nicht unmerklich lange Zeit beibehalten wird.

Dann doch, findet unser Barkeeper das Fussballspiel wieder und eine Synchronstimme behauptet, zu den amerikanischen Lippenbewegungen Coopers asynchron und zu der umliegenden Stimmung unpassend: “Alles eine Frage der Technik.” Ein Spruch, den einst MetaDesign für unser Technikkaufhaus Conrad einprägsam machte. Dann: “Sternhagel günstig”. Zumindest ist mir der Spot nach ein mal gucken so in Erinnerung. Es ist ein Experiment, was alles hängen bleibt.

Saturn ist an Billigkeit nun nicht mehr zu toppen.
Glückwunsch

Muss ich noch mehr dazu sagen? Ist das wirklich ernst gemeint? Alles eine Frage der Technik. Aha. Was meint er damit? Rühmt er sich dafür, dass er mit der richtigen Technik, im Sinne von Technikverständnis, das Bild zurückholen konnte? Liegt es nicht zu nahe, dass die richtige Technik Bildausfälle wie diesen gar nicht zulassen würde? Ja schon, aber wo ist dann die Werbung für Saturn? Sternhagel– Das kennt man vom Betrunkensein. Für mich eine weitere Anspielung auf die Zielgruppe. Aber es ist sternhagelbillig. Das wiederum weist auf den Weltraum hin. Sterne hageln aus dem Weltraum, aber eher selten. Aber wenn es hagelt, dann richtig. Es meint also den Superlativ der Billigkeit, mit Anspielung auf die Zielguppe. Der Spot an sich zeigt keine tollen Produke. Mehr oder weniger Schund. So wie superlativ billig eben auch qualitativ billig sein muss. Die alte Leier. Billige Preise, billige Qualität, billige Werbesprüche, billige Charaktere, billige Umsetzung, teure Kampange.

Schwachsinn.

Bornholm 02

bornholm-opener

Wie versprochen, kommen noch die, mein Onkel sagt immer, “Kunstwerke”, wenn er mich auf meine 6×6 Dias anspricht. Ich schmunzel innerlich. Recht hat er ja, wie ich finde. Ohne das auf “meine” zu beziehen. Ich will es erklären. Die Freude war groß, als ich das erste 6×6 Bild selber gemacht hatte, vor mir sah, einrahmen durfte, projezieren, umherzeigen, scannen. 12 Bilder (mehr passt nicht auf einen Rollfilm, wenn man rechteckige Bilder macht) sind nicht viel, Sparsamkeit. Reduktion. Selektion. Mühe. Jedes verschenkte Bild tut irgendwie weh. Dieses Format erzieht unheimlich. Darum muss man davon ausgehen, dass es sich bei einem 6×6 um ein Kunstwerk handelt, bei einem Kleinbild um eine Skizze. Ganz allgemein betrachtet. Uns ist allen klar, dass ein Kunstwerk nicht durch Größe beeinflusst wird. Oder ist eine Ameise kein Kunstwerk, eine Zelle nicht, ein Atom nicht? Ist nur der Ameisenhaufen ein Kunstwerk, nur der Ozean aus den vielen Wasseratomen? Oder ist nur der Elefant, der Blauwal ein Kunstwerk? Mal am Rande, sind Tiere eigentlich Kunstwerke? Wenn Kunst etwas geniales beinhaltet schon. Ein zu weites Feld. Ich springe weiter .. ->

Mein Account bei Flickr geht zur Neige. Was bedeutet, dass ich erkennen musste, dass der kostenlose Account nur maximal 200 Bilder fassen kann. Diese Zahl der Bilder ist nahezu erreicht und es müsste ein Proaccount folgen oder eine neue Art der Präsentation. Ich bin für eine neue Art der Präsentation, weil ich Flickr zu unpersönlich finde. Die Bilder in die eigene Webpräsenz eingebaut finde ich besser. Lösungsvorschläge erarbeite ich mir noch. wie man sieht.

Auf zu den Bildern.

Bornholm

Paradisbakkerne
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Bornholm 01

bornholm-kb

Ich wollte noch etwas über meinen Urlaub 2009 schreiben, eh ich es vergesse. Bornholm war das Reiseziel und es ging in 3-4 Stunden Fahrt über die Ostsee auf die Insel, die sich zu Dänemark zählt. Einst von der Lübecker Hanse besetzt, dann wieder von Schweden, Dänen, Deutschen. Immer im Wechsel. Man sagt sie seien ein eigenes Völkchen, die Bornholmer. Auch wenn ich sie nicht so gut kennenlernen durfte, reicht es doch, um beahaupten zu können, dass sie ziemlich anständig sind. Dass bedeutet viel, oder wenig. Aber wie ich sagte, es gab nicht die Gelegenheit sie praktisch kennen zu lernen. Viel mehr habe ich die Insel und ihre Landschaft kennengelernt. Und Natur und Menschen leben hier in Einklang. Es gibt weniger dicke Autos, Werbung oder Graffiti als in unseren Regionen. Man kann sagen, dass die Insel zum Entspannen optimale Bedingungen bietet. Die Stadt, die Großstadt ist fern und die Natur abwechslungsreich. Man findet Steilküsten, tiefe Wälder, lange Sandstrände, große Seen, mächtige Steine, weite Felder. Es macht Spaß jeden Winkel der Insel anzusteuern und von immer neuen Landschaften begrüßt zu werden. Nicht zu vergessen der Sternenhimmel. Ich kann mich nicht erinnern jemals einen klareren gesehen zu haben.

Bornholm gilt auf Grund seiner Lage als Sonneninsel. Das liegt daran, dass das gute Wetter ungehindert Zutritt dort hat. Die Strömung und Winde tragen dazu bei, dass ein Hoch das nächste jagd. Zumindest in einem solchen Auftreten, dass dort, im Gegensatz zu Schweden oder (Rest)Dänemark, durschnittlich besseres Wetter vorrherscht.

Ich habe mich mit Kodak EB-3 Filmen auf Kleinbild (Minolta XE-1) bewaffnet und in die Rollei SL66 kam Fuji Velvia 50. Die Minolta hatte ich hauptsächlich mit dem MD Rokkor 2,8/24mm bestückt. Ein MC 1,8/35mm und ein MD 2/85mm durften, in dieser Reihnfolge nach Häufigkeit der Benutzung geordnet, auch an die Kamera ran. Die Rollei war immer mit dem gleichen HFT-Planar 2,8/80mm bestückt.

Ich habe die Bilder mit SilverScan gescannt und beim Kodak teils an der Sättigung gedreht, sowie am Kontrast. Das Ergebnis ist demnach nicht einhundertprozentig representativ für die Filmcharakteristik.

Die Mittelformatbilder kommen in einem anderen Post.

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VW und die Rolltreppe

Hat mich gerade ganz schön angesprochen, als ich das gesehen habe. VW hat nämlich in Stockholm eine Treppe so modifiziert, dass sie erfahrbar wird. Sie konkurriert direkt mit ihrer elektronischen Konkurrentin, der Rolltreppe. Die Rolltreppe ist komfortabel aber langweilig. Die gemoddete Normaltreppe hingegen ist Spaß, Ausdruck, Frohsinn. VW zeigt hier, dass etwas altbackenes, unbeachtetes zur Mode avancieren kann, wenn man es so verändert, dass es Spaß macht es zu benutzen. Jeder einzelne Läufer, der diese Treppe besteigt, wird wahrgenommen, wird beachtet und sein persönlicher Gang die Treppe hinauf wird zur eigenen Melodie, erzeugt einen selbst gewählten Rhyhmus, der unmittelbar wahrgenommen wird, von allen umstehenden, über das Gehör. Der Mensch sucht diesen Ausdruch, nimmt ihn dankbar an. Verzichtet auf den dargebotenen Komfort und nimmt die Gelegenheit war, das triste Leben mit einer profanen Treppe neu zu vertonen.

Erst mal ist VW hier einen Weg gegangen, um nicht nur zu zeigen, dass sie Autos machen. Sie zeigen hier auch, wie sie Autos machen. Sie zeigen, wie sie Autos verbessern wollen. Es geht um eine neue Art des Designs. Der Mensch im Mittelpunkt. Vielmehr das Individuum. Aber dieses Experiment ist allgemein gehalten. Alle können davon profitieren.

Meine Rolleiflex SL66 Illustration