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Gemüse Döner Mustafa

Gerade erreichte mich ein Werbevideo, das man mit allem gebotenem Ernst entgegennehmen sollte. Eine Werbung für den Gemüsedöner von Mustafa, Mehringdamm 32, gleich neben Curry 36.

Chris Rehberger Interview

Double Standards, Haus der Kulturen der Welt, Plakat
Plakatserie von Double Standards für Haus der Kulturen der Welt

Das ist ein Interview mit Chris Rehberger. Grafiker der Kreativagentur Double Standards. Er redet über seine Anfänge im Berufsleben. Nach dem Abschluss des Studiums hat er als Produktdesigner gearbeitet, danach hat er Poster und Magazine gestaltet bis er krank wurde und am Schluss hat er in die Werbung reingeschnuppert. Rehberger stellte fest, dass das alles nichts für ihn ist und machte sich selbständig. Er ließt sich sein Portfolio drucken und verschickte es, bis sich jemand meldete, der ihn mit John Warwicker, dem Mitbegründer von Tomato, bekannt machte. Nach dem er sich dann lange die Zeit in London vertrieben hat, kam er zurück um das eigene Büro in Deutschland aufzubauen.

Und darüber ist der zweite große Teil im Film: Bürostruktur, Arbeitsweise, Kundenbeziehungen, Firmenphilosophie, usw.

Chris Rehberger: „Ich bin Grafiker.“

Force of Beauty

Ich habe eine schöne Kampagne gefunden. Sie dreht sich um die innere Schönheit von Menschen. Dafür hat sich das Kosmetikunternehmen bareMinerals mit TBWA etwas besonderes einfallen lassen. Sie veranstalteten ein Casting in Form einer schriftlichen Bewerbung. Models und Schauspielerinnen waren dazu aufgefordert über sich zu schreiben: Was sie in ihrer Freizeit machen, was ihnen wichtig ist…Aber sie schickten keine Bilder von sich mit.

78 wurden zu einem Gespräch eingeladen. Auch hier bekommt niemand der Jury, ausser einer interviewenden Person, die Geladenen zu Gesicht. Die Jury sitzt in einem separaten Raum und verfolgt das Gespräch über Lautsprecher. Zum Beispiel werden hier die Frauen gefragt, was sie auf der Stelle mit einer Million Dollar machen würden. Auf Grundlage dieser Gespräche hat das Juryteam Fünf Frauen ausgewählt, die als Werbegesichter auftreten dürfen.

So casteten sie 5 Frauen für ihre Werbung ohne sie gesehen zu haben, Frauen die ihnen in erster Linie menschlich gefielen. Und diese 5 Frauen kann man sich in ihrem Youtube Kanal in einem Kurzportrait ansehen.

Und ich finde dass alle Fünf Frauen famose Charaktere sind, die eine unglaubliche Sympathie ausstrahlen.

Mir gefiel das Projekt weil ich es ungewöhnlich, mutig und sehr warmsinnig finde, Fünf Frauen mit den schönsten inneren Werten zu finden. Dass die Frauen nicht ganz vom Schönheitsideal abweichen würden war sichergestellt, da sie nur Models und Schauspielerinnen zuließen. Aber das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen. Die 5 Frauen haben ganz eigene Züge mit Seltenheitswert und ihre Ausgeglichenheit ist ansteckend.
Hinter dem Klick gibt es alle 5 jeweils in einem ca. 2 Minuten Gespräch zu sehen.


Melanie
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Kindermode

Das ist Kindermodefotografie. Irgendwie verrückt die Kleinen im Setting der Großen dastehen zu sehen.

Volkswagen 2012 „Rocket Man“

In Amerika läuft die Kampagne für den neuen VW Passat an. Leute singen zum Lied von Elton Johns „Rocket Man“ mit. Auffällig dabei ist, dass die Musik dazu jeweils aus minderwertigen Abspielgeräten kommt. Ohne es genau zu wissen, behaupte ich, dass Elton die Angewohnheit hat, Worte kurz zu halten, was das Verstehen erschwert. Dementsprechend wenig Übereinstimmung gibt es darum zwischen dem Gesang der Leute und dem originalem Liedtext.

Zum Vergleich dazu die Zwei im Passat, der mit einer besonders hochwertigen Musikanlage ausgestattet ist. Nur der Fahrer singt den Text richtig. Seine Begleiterin versteht auch zum ersten Mal, wie sie das Lied so im Passat hört, wie es richtig heißt. „burning out his fuse up here alone“. Eine schöne Auflösung.

Auch gut und sicher sehr verkaufsfördernt ist der zweite Spot „Vámonos“.

Michael Beirut über das Projekt L!BRARY

In einem kurzen Vortrag spricht Michael Beirut über ein Projekt an dem er wuchs. Ein Auftraggeber fragt ihn, ob er als Grafik-Designer für dieses eine Projekt tätig sein möchte. Er willigt ein, weil er die Sache für schnell erledigt hält. Ohne groß zu hinterfragen geht er einen einfachen Weg den Auftraggeber zufrieden zu stellen. Er versucht einfach genial die banale Aufgabe zu lösen, die er sich mehr oder weniger selbst stellt.

Nach und nach erkennt er was er falsch gemacht. Es ging nicht um ein konsequent gedachtes Corporate Design oder das schnelle Lösen einer Standardaufgabe. Sein Herangehen an die Aufgabe war falsch, weil er seinem vermeindlichem Genius gefolgt ist ohne Fragen zu stellen.

Am Ende der Arbeit lernt er wie wichtig das Design für die Menschen ist, die schließlich damit arbeiten müssen. Sie sind von einer Arbeit begeistert, ohne zu ahnen wer dahinter steckt.

  • Das Video hat leider ein AutoPlay den ich nicht wegbekomme, also musste ich das Video einen Klick hinter „weiterlesen…“ stellen, wo der Autoplay nicht stört.

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